Vergebung

vergebung. um vergebung bitten. bitten.

ich sprach oft von aufrichtigkeit. wieviel in dem wort steckt war mir bislang nicht klar. ein gro?es wort. ein m?chtiges wort.

habt ihr je gef?hlt? habt ihr je gesp?rt was es heisst zu leben? ein gef?hl zu f?hlen das sich durch jede phase eures k?rpers zieht. st?rker als liebe, st?rker als hass.

ich habe mich nie gro? mit religionen besch?ftigt. mich nie mit greifbaren worten besch?ftigt. mein ganzes leben, sofern bewusst wahrgenommen, bestand immer nur aus gef?hlen.

gef?hle sind eine macht. gef?hle sind m?chtig.

ich f?hle heute. mehr als ich ertragen kann. diese macht die sie auf mich aus?ben - ich kann ihr nicht standhalten - und vermag es nicht mich ihr zu beugen.

man mag es bel?cheln, aber ich glaube an das gleichgewicht. auf jede aktion folgt eine reaktion. physik. mechanik. und doch viel mehr. viel mehr als sich in formeln beschreiben l?sst. die wahre macht liegt im ungreifbaren.

wer mich kennt, und das tun nicht viele, wei? das ich bete. es ist die einzige erkl?rung f?r meine gedanken. das einzige was mich vorm durchdrehen bewahrt.

eine bitte ist leicht ge?u?ert. zu oft f?llt das wort. aber eine bitte zu f?hlen, sie zu sp?ren, das ist etwas, bei allem an das ich glaube, das habe ich noch nie in meinem leben erlebt.

bitten, danken. aufrichtigkeit.

m?chtige worte, m?chtige gef?hle die dahinter stehen k?nnen.

man mag mich immer f?r oberfl?chig gehalten haben, das mag sein. man mag mich f?r dumm halten, auch das mag sein.

ich habe heute etwas "gesehen". nicht gesehen im physikalisch/ biologischen sinn. sehen, erkennen, erfahren.

ich glaube, das man ab einem gewissen punkt sein ich nicht ?ndern kann.

ich bin was ich bin.

es gab da mal diesen bl?den test in der schule. angeblich ein psychologischer, die wahrheit dar?ber spielt eigentlich auch keine rolle, die grundlage war f?r alle die gleiche, psychologischer grund hin oder her.

es ging damals darum zu beweisen das wir mehr sind. mehr als das geschlecht das und von geburt an pr?gen sollte. die tiefe der frage wurde damals schon, nicht ausreichend er?rtert. es war mehr just for fun.

wie zu erwarten war, ergab der test, so banal er war, das in jedem und typisch m?nnliche und typisch weiblichen seiten stecken.

nur bei einer nicht. bei einer war die erreichte punktzahl um ein vielfaches h?her als bei dem rest.

ich war "absolut frau"

es geht nicht um den wissenschaftlichen hintergrund des test, es geht nicht darum er etwas aussagen kann.

das was er mir damals schon gezeigt hat war, das ich anders bin.

meine erinnerungen. ich erinner mich nur an gef?hle. an grobe eckpunkte meiner geschichte, nie an tats?chlich geschehene details. immer nur an gef?hle. ich f?hle situationen als ob sie gerade passiert w?ren obwohl sie mehr als 10 jahre zur?ck liegen.

sie brannten sich in mein herz.

ich h?re einen namen, wei? keine fakten mehr, aber ich durchlebe sofort die gef?hle.

hingebung, demut.

ich glaube an das gleichgewicht. auf jede aktion folgt eine reaktion. auf jede reaktion eine aktion.

ich habe in meinem verh?ltnism??ig kurzen leben viele fehler gemacht. zuviele um sie z?hlen zu k?nnen. an jeden einzelnen erinner ich mich als ob es gestern gewesen w?re.

das, an das ich glaube ist ?berall. es ist kein gott, auch wenn ich mich selbst manchmal dabei ertappe meinen glauben zu personifizieren.

man kann niemanden um vergebung bitten. in meinem glauben gibt es keinen gott vor dem ich knien kann und um vergebung bitten kann.

die gr??ere aufgabe ist es, sich selbst zu vergeben.

ich habe mir nie selbst vergeben. ich war immer auf der suche nach meinem gleichgewicht. habe es jetzt, nach jahrelanger suche auch gefunden. habe den weg gefunden mich und mein leben ins gleichgewicht zu bringen. habe immer nach vergebung durch andere gesucht. habe sie mi?braucht.

der weg ist der richtige. ich zweifle nicht. ich muss ihn nur weiter gehen und dann irgendwann, erl?sung finden.

die strafen, die das leben bereit h?lt, sind die reaktionen. die reaktionen die taten wieder ins gleichgewicht bringen. die strafe ist die macht der gef?hle. die strafe sind die gef?hle die mein geist, mein k?rper aushalten muss. oder sich ihnen ergeben muss.

ich bitte um vergebung mit aller mir zur verf?gung stehenden aufrichtigkeit.

das ich nicht schlafen kann. das ist die strafe. es ist die strafe um alles wieder ins gleichgewicht zu bekommen. es ist die strafe das ich nacht f?r nacht wachliege und nachdenke, es ist die strafe das ich tag f?r tag von tr?umen und phantasien heimgesucht werde. alles f?r das gleichgewicht. zuviel habe ich falsch gemacht die letzten jahre.

ich zittere. die gef?hle sind zu stark. sie ?berw?ltigen mich, nehmen besitz von mir, ergreifen mich, lassen mich nicht mehr los. und dann ein schnitt, klein und flach, und die welt um mich bl?ht auf. schmerz sch?rft alle meine sinne, jede faser ist gestimmt. und ich h?r den k?rper singen, wenn der schmerz die last mir nimmt

vergebt mir.
30.12.05 23:10
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de